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Der Schwarze Blog

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Geschichten aus dem Schwarzen Block

Nachdem es zum Abschied von PETRA ROTH nur einem Teil des schwarzen Blocks möglich war, sein tief empfundenes Bedauern auszudrücken und die Polizeiführung sowie auch das Ordnungsamt zu loben, dass sie noch nicht am Ende ihrer Leistungsfähigkeit angekommen sind, kursierte eine Meldung von ausserordentlichem Nachrichtenwert: derSchwarze Block konnte ausgemacht werden. Er befindet sich in einer kleinen Anlage: dem Adorno-Platz in unmittelbarer Nähe der alten Universität. Dort steht er nun schon seit Wochen und wird von den Einen ob seiner schlichten Schönheit bewundert, von den Anderen in ihrer Blindheit ignoriert. Doch was geht eigentlich in ihm vor, während er dort inmitten des Falschen des gesellschaftlichen Verblendungszusammenhangs ausharrt?

Wir möchten dieser Frage unbedingt nachgehen und werden an dieser Stelle in loser Abfolge die "Geschichten aus dem Schwarzen Block" veröffentlichen. Als Einstieg zunächst die Erklärung des altbekannten Sprechers des schwarzen Blocks, Peter Weiss, als unmittelbare Reaktion auf den sensationellen Fund:

Schwarzer Block an unerwarteter Stelle aufgetaucht / Stadtteilbewohner reagieren gelassen.

“Während die Polizei mit großem Aufgebot die Frankfurter Innenstadt nach ihm absucht, haben aufmerksamerere Bockenheimer Bürgerinnen den schwarzen Block nahe der Universität entdeckt. Augenzeugenberichten zufolge habe er sich auf einem kleinen Platz an der Ecke von Gräfstrasse und Georg-Voigt-Strasse zudammen gefunden und harre dort bislang stoisch der Aufklärung des gesellschaftlichen Verblendungzusammenhangs.”

Indienreise Ende 2011 Anfang 2012 001Geheimnisvoll mit unheimlichen Inhalt

Die Bockenheimer Bürger und Bürgerinnen reagieren eher gelassen auf die Situation: der schwarze Block habe in ihrem Stadtteil eine lange Tradition. Eiiner der Anwohner des Platzes, der sich “Teddy Wiesengrund” nennt, sagt: “Die fasst unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.” Er fügt hinzu, es sei aber "zu erwarten, dass aus den Figuren des Scheins einmal doch, scheinlos, die Rettung hervortrete."

Einige Anwohner fühlten sich beim Anblick des schwarzen Blocks hingegen spontan an den Rätselcharakter der Frankfuerter Stadtpolitik erinnert.

Peter Weiss, Sprecher des schwarzen Blocks: “Ich warne die Frankfurter Politik daher auch vor zuviel Gelassenheit. Es ist schwer zu beurteilen, wie der schwarze Block sich verhalten wird. Es ist ja schließlich dafür bekannt, dass er zur Spezies der reisenden Chaoten gehört. Die Bürgerinnen Frankfurts müssen damit rechnen, dass er in naher Zukunft unverhofft auch an anderen Stellen der Stadt auftauchen wird.”

Polizei wie auch CDU-Fraktion im Frankfurter Römer warnen dem Vernehmen nach unterdessen davor, einen Blick ins Innere des schwarzen Blocks zu werfen. Sie mutmaßen, dass sich im Innern eine potentiell umstürzlicherische gesellschaftliche Sprengkraft befinde. Gerüchten zufolge erwäge man daher, eine Bannmeile um den Olatz zu errichten. Alteingesessene Bockenheimerinnen begrüßten in ersten Reaktionen diese Initiative der Frankfurter CDU. Damit könne an die Tradition desStadtteils angeknüpft werden, in der in den 70er Jahren schon einmal eine Freie Republik Bockenheim ausgerufen wurde.